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Osteuropaforschung

ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr auf der ASEEES-Konferenz 2025

Forschung

Internationale Plattform der Osteuropaforschung: Die jährliche Konferenz der „Association for Slavic, East European, and Eurasian Studies“ (ASEEES) fand im November 2025 in Washington, D. C. statt und versammelte ein breites internationales Fachpublikum.  

Zwei Männer und ein Frau im Anzug

Die drei Teilnehmenden des Panels, Markus Wien, Luisa Eckert und Benedict E. DeDominicis

Bundeswehr/Luisa Eckert

An der ASEEES-Jahreskonferenz nehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Osteuropaforschung, Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften teil. Das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vertraten Hauptmann Luisa Eckert und Prof. Dr. Markus Wien, Associate Professor an der American University in Bulgaria und Reservist am ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Sie gehören zum Projektteam der „Ergänzenden Forschungsperspektive Osteuropa“ und richteten ein gemeinsames Panel zu Militärkulturen in (süd)osteuropäischen Kontexten aus.

Von der Perzeption russischer Streitkräfte zur „Inneren makedonischen Organisation“

Luisa Eckert präsentierte Ergebnisse ihrer Forschung zur „Perzeption der russischen Streitkräfte durch das deutsche Militär, 1890–1945“. Markus Wien widmete seinen Beitrag der „Inneren Makedonischen Organisation am Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ und beleuchtete deren Spannungsfeld zwischen bulgarischem Irredentismus und anti-osmanischen Partisanentraditionen. Das Panel wurde durch Prof. Dr. Benedict E. DeDominicis von der Catholic University of Korea begleitet, der in seiner Funktion als Diskutant wesentliche Impulse zur theoretischen Einordnung und zu transnationalen Vergleichsperspektiven gab. Seine Kommentare erweiterten die Diskussion um globale Bezüge und betteten die vorgestellten Forschungsansätze in einen breiteren internationalen Kontext ein.

Die ASEEES-Konferenz bot zahlreiche weitere Beiträge, die klassische Themen der Osteuropaforschung mit aktuellen interdisziplinären Ansätzen verknüpften – von Erinnerungskultur, postsozialistischen Transformationsprozessen und Sicherheitsfragen bis hin zu sozialen, kulturellen und institutionellen Dimensionen militärischer Macht. Die Teilnahme ermöglichte einen intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der internationalen Osteuropaforschung und lieferte wichtige Impulse für zukünftige Forschungskooperationen.

Mehr als Sichtbarkeit

Washington Monument ist eines der Wahrzeichen der Stadt

Das Washington Monument ist eines der Wahrzeichen der Stadt

Bundeswehr/Luisa Eckert

Für das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr bietet die aktive Teilnahme an der ASEEES-Jahreskonferenz weit mehr als die Möglichkeit, die eigene Forschung sichtbar zu machen. Die osteuropäischen Streitkräfte, politischen Kulturen und historischen Konfliktlinien gehören insbesondere seit 2022 erneut zu den zentralen Bezugsrahmen für sicherheitspolitische Analysen in Deutschland und Europa. Der eigener Panelbeitrag ermöglicht dem Projektteam der „Ergänzenden Forschungsperspektive Osteuropa“ und damit auch dem ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, seine wissenschaftliche Expertise einzubringen und zugleich internationale Debatten frühzeitig aufzugreifen.

Insgesamt zeigte die ASEEES-Jahreskonferenz 2025 eindrucksvoll, wie bedeutend der internationale wissenschaftliche Dialog für die Weiterentwicklung sowohl militärhistorischer als auch area-studies-orientierter Forschungsperspektiven ist. Die gewonnenen Erkenntnisse und Kontakte werden in die weitere Arbeit des Projektteams einfließen.

von Luisa Eckert

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