Männlichkeit und Militär im Zeitalter der Weltkriege
- Datum:
- Ort:
- Potsdam
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- 1 MIN
Prof. Dr. Thomas Kühne und Carolin Kaiser forschen zu Männlichkeit und Militär. Am Vorabend der zweiten internationalen Tagung zum Thema „Männlichkeiten, Streitkräfte und Gewalt im Wandel“ sprach Obergefreiter Philipp Janssen mit beiden über ihre Forschung und das Tagungsthema.
Prof. Dr. Thomas Kühne, Carolin Kaiser und Obergefreiter Philipp Janssen sprechen über Männlichkeit im Militär.
Bundeswehr/Philipp JanssenMilitär und Männlichkeit waren in der deutschen Kaiserzeit bis 1918 und lange darüber hinaus eng miteinander verbunden, was sich in der oft gestellten Frage „Haben Sie gedient?“ niederschlug. Das Militär formte nach Ansicht der Zeitgenossen erst einen Mann zum echten Mann, der dadurch in die Lage versetzt wurde, sein Land und seine Familie zu verteidigen und für sie zu sorgen. Und so klar den Männern dieser Zusammenhang war, umso verwunderlicher ist es, dass die Erforschung dieser Verbindung lange ein Desiderat der Geschichtswissenschaft blieb.
Mit Prof. Dr. Thomas Kühne ist ein Pionier der Männlichkeitsforschung bei Zugehört zu Gast. Durch seine langjährige Beschäftigung mit dem Thema kann er skizzieren, wie sich das Forschungsfeld aus den Genderstudies heraus langsam entwickelt hat und warum die Tagung so wichtig ist, auf der er die einführende Keynote hielt.
Carolin Kaiser ist Historikerin am ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und beschäftigt sich in ihrer Forschung mit Männlichkeitsbildern in der Reichswehr und dem einhergehenden kulturellen Wandel von einer Freiwilligen- zu einer stark verkleinerten Berufsarmee. Damit beleuchtet sie ein Thema, das von der Reichswehrforschung, bisher nicht beachtet wurde.
Der heutige Podcast lädt ein, die enge Verbindung von "Militär und die Männlichkeit" während der Kaiserzeit und darüber hinaus zu verstehen.
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