Der Beginn des spanischen Bürgerkrieges
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Im Juli 1936 stürzte Spanien in einen dreijährigen Bürgerkrieg, der über eine halbe Million Menschenleben fordern und das Land bis 1975 der Diktatur Francisco Francos unterwerfen sollte.
Republikanische Kräfte während der Schlacht von Irún im Jahr 1936
WikipediaErst 1931 hatte in Spanien eine Militärdiktatur geendet. Dieser war eine instabile Demokratie gefolgt. Der Wahlsieg des linken Wahlbündnisses „Volksfront“ führte Anfang 1936 dann dazu, dass konservative Militärs, im Schulterschluss mit Monarchisten und Faschisten einen Umsturz vorbereiteten.
Die Putschisten hofften darauf, die Macht im Handstreich zu übernehmen. Die Revolte der spanischen Kolonialarmee in Nordafrika, in der sich die schlagkräftigsten Einheiten des Heeres befanden, brach am 17. Juli 1936 los. Doch die Überraschung misslang. Während die aufständischen Militärs im Norden Spaniens in weiten Teilen die Kontrolle erringen konnten, blieben viele der großen Städte wie Barcelona und Madrid der linken Regierung treu, ebenso wie die spanische Flotte. Dies machte das Übersetzen der nordafrikanischen Truppen Francos über die Straße von Gibraltar unmöglich.
Durch Kontakte über Vertrauensmänner, unter anderem zum deutschen Militärgeheimdienst, erreichte Franco, dass die rechten Diktatoren aus Deutschland und Italien Transportflugzeuge nach Marokko entsandten, um die Truppen mit einer Luftbrücke ins Mutterland zu bringen und die Fortführung der Erhebung zu sichern.
Doch auch die bedrängte Republik erhielt Hilfe aus dem Ausland. Tausende Freiwillige, darunter auch viele Deutsche, kamen nach Spanien und formierten die Internationalen Brigaden. Diese schlecht ausgerüsteten, aber hochmotivierten Männer und Frauen verhinderten im November 1936 die Einnahme Madrids durch die Putschisten. Der Krieg endete somit erst 1939.
Der Beitrag erschien in der Ausgabe 3/2026 der „Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung“.
von Tobias Pech„Geschichte kompakt“ ist eine Rubrik der Zeitschrift „Militärgeschichte“. Die Beiträge konzentrieren sich auf wesentliche Fakten und ordnen die Ereignisse in einen größeren historischen Zusammenhang ein.