Eröffnung: Tag des offenen Denkmals im ZMSBw
- Datum:
- Ort:
- Potsdam
- Lesedauer:
- 2 MIN
„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ lautete das bundesweite Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals am Sonntag, den 13. September 2026. Die Stadt Potsdam und das ZMSBw füllten das Motto mit Leben, indem sie sich zum gemeinsamen Start des Aktionstages in Potsdam in der Villa Ingenheim zusammentaten.
Pünktlich um 10:00 Uhr öffneten die Tore des ZMSBw zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals in Potsdam
Bundeswehr/NimpschOffiziell wurde der diesjährige Tag des offenen Denkmals in Potsdam durch Repräsentanten von Stadt und ZMSBw im Hans-Meier-Welcker-Saal, dem großen Vortragssaal der Forschungseinrichtung, eröffnet. Der Hausherr der Villa Ingenheim, Oberst Dr. Frank Hagemann, verwies auf die Verbindung von historischer Liegenschaft und militärischem Auftrag des ZMSBw, indem er von den „Brücken“ sprach, die sein Haus mit der Wissenschaft, der Bundeswehr und der Öffentlichkeit verbinden. Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, betonte den hohen Stellenwert denkmalgeschützter Architektur: „Keine Generation will erlebt haben, dass ihr Schaffen mit Füßen getreten wird.“ Katja Schlisio, neue Bereichsleiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, erinnerte an die Ehrenamtlichkeit, die allein den alljährlichen Tag des offenen Denkmals ermöglichen würde: „Mein großer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die das seit 1993 tun.“
V.l.n.r. Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, Katja Schlisio, Bereichsleiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, Oberst Dr. Frank Hagemann, Kommandeur ZMSBw
Bundeswehr/ReichertNach dem offiziellen Start stand die Villa Ingenheim als eines von rund 60 Denkmalen der Potsdamer Bevölkerung zur Besichtigung offen. Viele Besucher nahmen an den Führungen durch Wissenschaftler des ZMSBw teil, bei denen sie über die vielseitige Geschichte und die heutige Nutzung der Villa Ingenheim durch die Bundeswehr informiert wurden. Überraschend für manche war, dass die Fachbibliothek grundsätzlich und ganzjährig auch der Potsdamer Öffentlichkeit zur Verfügung steht, und nicht nur den rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ZMSBw. Im Inneren des denkmalgeschützten Gebäudeensembles boten eine Plakatausstellung über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr sowie der Bereich Publikationen Gelegenheit, die wissenschaftliche und kartografische Arbeit des ZMSBw näher kennenzulernen.
Wie gelangen originale, großflächige Karten als Grafiken in die Publikationen des ZMSBw? Am Tag des offenen Denkmals machten sich die Besucher ein Bild von dieser aufwändigen Spezialistenarbeit.
Bundeswehr/NimpschWissenschaftliche Arbeit, weil die Plakatausstellung das Resultat umfassender Forschung zu Afghanistan ist und kartografische Arbeit, weil veranschaulicht wurde, wie aus großformatigen historischen Karten und anderen Quellen in aufwändigen Arbeitsschritten informative Kartenbilder für Publikationen entstehen. Mit mehr als 500 Besucherinnen und Besuchern erfreute sich das ZMSBw an diesem 33. Tag des offenen Denkmals eines großen Zuspruchs von Seiten der Potsdamer Bevölkerung.
von Gerrit Reichert