Inhalt
Veranstaltungsbericht

Deutsch-polnischer Workshop mit neuen Forschungen zum Angriff auf Polen 1939

Deutsch-polnischer Workshop mit neuen Forschungen zum Angriff auf Polen 1939

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Im Rahmen eines deutsch-polnischen Workshops trafen sich Historikerinnen und Historiker beider Länder in der Potsdamer Villa Ingenheim, dem Sitz des ZMSBw. Im Fokus standen neue Quellenfunde und die Diskussion wissenschaftlicher Analysen aus einem aktuellen polnischen Großforschungsprojekt zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges.

Eine Gruppe von Männern und eine Frau haben sich zu einem gemeinsamen Foto aufgestellt

Zu einem gemeinsamen Workshop über die Geschichte des deutschen Angriffs auf Polen 1939 hatte das ZMSBw polnische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Potsdam eingeladen

Bundeswehr/ Nimpsch

Beinahe-Niederlage der 8. Armee

Der Kommandeur des ZMSBw, Oberst Dr. Frank Hagemann, eröffnete den Workshop gemeinsam mit Oberst Prof. Dr. Juliusz Tym von der Universität der polnischen Akademie der Kriegskunst (Akademia Sztuki Wojennej), Warschau. Anschließend blickten Prof. Dr. Jörg Echternkamp und Oberstleutnant Dr. Heiner Bröckermann (beide ZMSBw) auf die Arbeit des ehemaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) zurück. Dessen Reihenwerk „Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg“ erschien zwischen 1979 und 2008. Dieses deutsche Standardwerk zum Zweiten Weltkrieg hat mittlerweile auch in der englischen Übersetzung Eingang in die internationale Forschung gefunden.

Dr. Lukasz Przybylo (Warschau) präsentierte gemeinsam mit Prof. Anand Toprani (US Naval War College ) die Stärken und Schwächen der Deutschen Wehrmacht in den Jahren 1938 bis 1940. Ihre Bewertung der Rüstung  im europäischen Kontext ergänzte lange nicht hinterfragte Ergebnisse der Forschung durch neue Aspekte deutscher Überlegenheit. Dr. habil. Slawomir Bylina (Katholische Universität Lublin Johannes Paul II.) widmete sich in seinem Vortrag der apostolischen Nuntiatur im Deutschen Reich bis zum Kriegsbeginn. Dr. habil. Daniel Koreś (Wrocław) schilderte die Bedeutung der „Lücke von Tschenstochau “ für die Operationen der deutschen 10. Armee. Daran schloss sich der Vortrag von Oberst Tym zur Schlacht an der Bzura an, wo die deutsche 8. Armee im September 1939 beinahe eine Niederlage erlitten hätte.

Zwei Männer hören einem Vortrag zu

Prof. Dr. Juliusz Tym von der Universität der polnischen Akademie der Kriegskunst (Akademia Sztuki Wojennej), Warschau (vorn) und der Leitende Wissenschaftler des ZMSBw, Prof. Dr. Dr. Alaric Searle (dahinter)

Bundeswehr/Nimpsch

Ausbau der Zusammenarbeit zum 100. Jahrestag 2039

Der Workshop bot eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch und förderte die wissenschaftliche Zusammenarbeit. Durch den gemeinsamen Blick auf das Jahr 1939 konnten neue Perspektiven eröffnet und Impulse für künftige Forschungsprojekte gesetzt werden. Der Leitende Wissenschaftler des ZMSBw, Prof. Dr. Dr. Alaric Searle, zog daher ein positives Fazit: „Wir haben letztlich damit eine Basis geschaffen, auf der die militärhistorischen Institute beider Länder in den Jahren bis zum 100. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs 2039 ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen können.“ Der Workshop unterstrich die Bedeutung des internationalen wissenschaftlichen Dialogs für eine vertiefte historische Aufarbeitung und eine nachhaltige deutsch-polnische Kooperation in der Militärgeschichtsforschung.

von Heiner Bröckermann

Deutsch-polnischer Workshop mit neuen Forschungen zum Angriff auf Polen 1939

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Veranstaltungsberichte

Kooperationen, Vorträge, Workshops oder Tagungen des ZMSBw

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Das sind einerseits für den Betrieb der Seite notwendige Cookies, andererseits solche, die für Statistikzwecke, für die Anzeige von Posts aus sozialen Netzwerken oder bei der Anzeige von Kartenmaterial gesetzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche davon Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen eventuell nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

  • Logo der Bundeswehr

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter

    Kanal_Datenschutzerklärung