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Veranstaltungsbericht

Männlichkeit als soldatisches Konstrukt von der frühen Neuzeit bis heute

Männlichkeit als soldatisches Konstrukt von der frühen Neuzeit bis heute

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Die US-Armee soll wieder „männlich“ sein, so wie ihr „Kriegsminister“ Pete Hegseth das sieht. Ist soldatische Männlichkeit ein Naturgesetz, oder eine menschlich-männliche Konstruktion? Die Analyse der Kriege von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert zeigt: Männlichkeit ist wandelbar und unterliegt jeweils inneren und äußeren Einflüssen.

Zwei Wissenschaftler diskutieren mit dem Publikum

Karen Hagemann (Potsdam) und Aaron Belkin (San Francisco) forschen seit mehreren Jahrzehnten zur Entwicklung soldatischer Vorstellungswelten und der tatsächlichen Rolle von Frauen in den Streitkräften

Bundeswehr/Nimpsch

Mannhaftigkeit ist kein Naturgesetz

„Soldatisch“ und „männlich“ sind ein altes, scheinbar unverwüstliches und unzertrennliches Beziehungspaar. Die weltweit beharrliche Vorstellung, von Kampfwillen, Tapferkeit oder Entschlossenheit als Kern männlicher soldatischer Identität suggeriert, dass diese kriegerischen „Tugenden“ biologisch bedingte, unverrückbare Konstanten der männlichen Natur sind. Jedoch ist die klassische soldatische Identität tatsächlich eine soziale Konstruktion, die sich im Wechselspiel von Militärentwicklungen und jeweiligem gesellschaftlichen Wandel stetig verändert hat. Die Sichtbarmachung dieser subtilen Genese im zeitlichen Kontext von der Frühen Neuzeit bis ins Zeitalter der Weltkriege war das Thema der zweiten internationalen Konferenz des Forschungsverbunds „Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität“ (MKGD) und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw). Deren Überschrift lautete: „Masculinities, Militaries and Mass Violence in Transition“. Organisiert wurde die dreitägige Tagung von Karen Hagemann (Chapel Hill), Friederike C. Hartung (Potsdam), Isabelle Deflers (München), Anke Fischer-Kattner (München), Christa Hämmerle (Wien) und Christin Pschichholz (Potsdam), unterstützt von Linus Birrel (Potsdam) und Daniel R. Bonenkamp (München).

Mann am Rednerpult vor Projektion

Frank Hagemann, Kommandeur des ZMSBw, bei der Eröffnung der zweiten internationalen MKGD-ZMSBw-Tagung in Potsdam. Keynotes hielten Aaron Belkin (San Francisco) und Thomas Kühne (Worcester)

Bundeswehr/Nimpsch

Zurück in die Vergangenheit

Nicht länger Verteidigungs-, sondern „Kriegsminister“ tituliert sich Pete Hegseth, seit Amtsantritt Donald Trumps neuer „secretary of war“ der USA. Anfang Oktober letzten Jahres definierte der 46-jährige vor Hunderten von US-Generalen seine Definition des US-Kriegers als „wieder männlich“, womit er die Uhr der US-Streitkräfte gründlich zurück in die Vergangenheit drehte. In dieser, dem Zweiten Weltkrieg, dienten bereits 150.000 US-Frauen im „Women’s Army Corps“, das 1978 mit noch 53.000 Angehörigen in die US-Streitkräfte integriert wurde. Seitdem erhöhte sich der Anteil von Frauen auf 18 Prozent, wodurch die US Army sich zunehmend auch für LGBTQ-Personen geöffnet habe, so Aaron Belkin (San Francisco) in seiner Keynote. Der damit einhergehende Wandel der soldatischen Identität habe militärische Fähigkeiten nachweislich gestärkt, die jetzt wieder durch die Reaktivierung des archetypischen Klischees von der Männlichkeit des Kriegers aus der Armee gedrängt und diese mithin geschwächt würden. Thomas Kühne (Worcester) verortete in seiner Keynote zu Beginn des zweiten Tages der Konferenz die neue US-Doktrin historisch. Der Erste Weltkrieg mit seiner unfassbaren Grausamkeit des Grabenkrieges und der Notwendigkeit, Menschen das an sich Unerträgliche ertragen zu lassen, habe zur maximalen Forcierung von Aggressivität, Stärke und Tapferkeit im Zusammenhang mit der Betonung des männlichen Körpers geführt. Die wirkmächtige Überformung dieses Klischees habe den hohen Anteil von Frauen in beiden Weltkriegen praktisch ausgeblendet.

Ein Wissenschaftler aus Wien eröffnet das erste von insgesamt fünf Panels

Ilya Berkovich (li., Wien). Am ersten Panel nahmen neben ihm Catherine Fletcher (Manchester), Barbaros Köksal (Bochum) sowie Lucian Staiano-Daniels (Stanford) unter Moderation von Isabelle Deflers (München) teil (nicht im Bild).

Bundeswehr/Nimpsch

Klischee folgt Entwicklung

Dass archetypische Männlichkeit nicht immer und nicht naturgemäß die soldatische Identität bestimmte und dass es auch in den Jahrhunderten zuvor unterschiedliche Konzepte militärischer Identität gab, veranschaulichten Vorträge des ersten Panels zur Frühen Neuzeit ab dem 16. Jahrhundert. Am deutlichsten different zu den späteren Armeen seien die Söldnerheere des Dreißigjährigen Krieges gewesen, so Ilya Berkovich (Wien). Individualität statt Kollektiv sei identitätsstiftend gewesen, was sich am augenscheinlichsten in den bunten, stets individuellen Kostümen der Vertragssoldaten auf Zeit gezeigt habe. Die Konstituierung von Staaten, die Einführung stehender Heere, einheitlicher Uniformen sowie die Ablösung des Nahkampfes durch den distanzierten Feuerkampf hätten zu einer Ablösung dieses individuellen Soldatentypus durch einen kollektiven Soldatentypus geführt. Um im Feuerkampf zu bestehen, um im Wortsinn „auf Linie gebracht“ zu werden, habe in den folgenden Jahrhunderten die Lineartaktik die Disziplinierung des Körpers zum Zentrum soldatischer Identität gemacht, mit allerdings individuell unterschiedlicher Intensität von Armee zu Armee. So legte Maciej Górny (Warschau) dar, dass die soldatische Identität im polnischen Januaraufstand (1863) und die der Armee der Konföderierten Staaten von Amerika (1861–1865) einen ähnlichen „romantischen Code“ aufgewiesen hätten, die abweichend vom disziplinierten Ideal traditionelle Werte wie Ritterlichkeit, Behutsamkeit oder Frömmigkeit beinhalteten.

Alle vier Panels erfreuten sich der Teilnahme eines großen Fachpublikums

Die MKGD bündelt die internationale militärhistorische Geschlechterforschung. Die Disziplin entstand in den 1970er Jahren und ist heute zu einem substantiellen und selbstverständlichen Teil der militärhistorischen Forschung an sich geworden.

Bundeswehr/Nimpsch

Uniform und Konstruktion

Wie Erwartungen an soldatische Männlichkeiten mit den Realitäten militärischer Praxis im sogenannten „langen“ 19. Jahrhundert kollidieren konnten, thematisierte das zweite Panel. Die industrialisierte Kriegführung im Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) habe als Katalysator für eine „Krise der Männlichkeit“ gewirkt, da die mechanisierte Kriegführung die gesamtgesellschaftlich idealisierten Soldatenhelden zunehmend mit Feuerkraft und Technik ersetzte, so Jan-Martin Zollitsch (Berlin). Auch in Italien scheiterte die Durchsetzung eines strengen, archetypischen soldatischen Ideals, so Puck de Boer (Groningen). Ihr zufolge versuchte das Land nach seiner Vereinigung 1861, die Gesellschaft über militärische Tugenden wie Gehorsam im Sinne des italienischen Nationalhelden Massimo d‘Azeglio zu formen: „Italien ist gemacht. Was zu machen bleibt, sind die Italiener.“ Dazu führte das italienische Kriegsministerium ab den 1870-er Jahren diverse Reformen durch, mit dem Ziel, die militärische Ausbildung zu intensivieren und den Soldatendienst mit der italienischen Staatsbürgerschaft zu verknüpfen. Tausende von Wehrpflichtigen vor den Kriegsgerichten, die Befehle verweigert oder Vorgesetzte bedroht hatten, aber zeigten, so de Boer, dass im Italien des 19. Jahrhunderts militärische und zivile Modelle von Männlichkeit, Gewalt und Pflicht teilweise unvereinbar aufeinanderprallten. Um solche inneren Konflikte zu vermeiden, habe es in der Armee Österreich-Ungarns eine Duldung homosexueller Soldaten gegeben, so Daniel Gunz (Salzburg). Während homosexuelle Zivilisten in der Habsburgermonarchie strafrechtlich verfolgt wurden, seien in der Armee homosexuelle Soldaten „meistens schlicht ignoriert“ worden, um die soldatischen männlichen Rollenbilder nicht zu gefährden und diese schlussendlich und gesamtheitlich durchzusetzen.

Ein Mann aus dem Publikum diskutiert mit den Wissenschaftlern

Die vielen Panels und Einzelvorträge boten viel Stoff für Teilnahme, Austausch und Diskussion mit dem Publikum

Bundeswehr/Nimpsch

Kollektiv versus Individualität

Das dritte Panel thematisierte den Ersten Weltkrieg als Krieg von bis dahin nicht gekanntem Ausmaß. Wie veränderte sich das soldatische Ideal von Kampf, Tapferkeit und Entschlossenheit im Angesicht des hilflosen Massensterbens im Grabenkrieg? Soldaten suchten zunehmend nach „unmännlichen“, weiblich codierten Verhaltensweisen, so Jason Crouthamel (Allendale). Am Beispiel deutscher Piloten zeigte er, wie sie zwischen der Propaganda, die sie als Inbegriff militarisierter Männlichkeit stilisierte, und persönlichem emotionalem oder psychischem Zusammenbruch agierten. Sie konstruierten dazu „eine Art formbare Männlichkeit“, so der Wissenschaftler. Einerseits bestätigten sie in ihren Taten ihren Ruf als nervenstarke, kaltblütige Krieger, andererseits „schufen sie ihre eigene abgeschottete Welt“. In dieser vermenschlichten und sexualisierten sie zuweilen ihre Flugzeuge, wodurch ein emotionaler Ausgleich zwischen Außen- und Innenbild geschaffen wurde. Letztendlich zeigten sich in den weiblich konnotierten Flugzeugen „therapeutische Sensibilität, Verletzlichkeit und Trauer“, so Crouthamel. Kriegsgefangenschaft wiederum hatte einen vielfach geradezu schockierenden Effekt auf das soldatische Ideal, so die Wissenschaftler Brian K. Feltman (Statesboro) und Oscar Owen (Wolverhampton). Viele der insgesamt neun Millionen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges hätten den Moment der Gefangennahme als „Verrat der eigenen Werte“ und als „traumatische Erfahrung“ wahrgenommen, die den verinnerlichten Männlichkeitskonzepten diametral gegenübergestanden habe.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierten in insgesamt vier Panels

Emmanuel Debruyne (Louvain), Coline Gérard (Ottignies), Elissa Mailänder (Paris) und Patrick Farges (Paris)

Bundeswehr/Janssen

Infragestellungen des Ideals

Das vierte Panel behandelte den Übergang von Gewalt zum Frieden nach dem Ersten Weltkrieg und dessen Auswirkungen auf die Konstruktion von Männlichkeiten. Am Beispiel italienischer Kriegsversehrter zeigte Martina Salvante (Nottingham), dass Kriegsverwundungen oder -verstümmelungen grundsätzlich die dominanten Männlichkeitsideale in Frage stellten. Im Übergang von der liberalen Demokratie zum Faschismus seien diese einerseits als patriotische Opfer gefeiert, andererseits gesellschaftlich marginalisiert worden. Der Staat reagierte zur Wiederherstellung normativer Männlichkeit mit der zunehmenden Herstellung von Prothesen, dem Ausbau von Rehabilitation und beruflicher Ausbildung, die Betroffenen dagegen teilweise mit politisch motivierter Gewalt, um ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Mit dem Diktum „Die Form ändert sich. Der Geist bleibt derselbe“ versuchte der spätere Chef der deutschen Heeresleitung, Hans von Seeckt, im Sommer 1919 die Spitze des im Übergang zur neuen Reichswehr befindlichen Generalstabs auf die Kontinuität der soldatischen Männlichkeit einzuschwören. Das hatte zunächst eine direkte Auswirkung auf Millionen Frauen. Denn diese hatten als gleichwertiger Ersatz für die an den Fronten kämpfenden Männer in den Industriebetrieben „ihren Mann“ gestanden; rund 125.000 Frauen hatten direkt im Sanitäts-, im Fernmeldewesen oder beim Nachschub der Truppe gedient. Ihnen allen wurde gleich nach dem Krieg wieder ihr traditioneller Platz in Haus und Familie zugewiesen, so dass ihre Rolle im Krieg keinen Einfluss auf das männliche Soldatenklischee nehmen konnte. Einzelne Truppenteile der neuen Reichswehr erlebten derweil eine Neubestimmung ihrer soldatischen Identität. So beschrieb Friederike C. Hartung (Potsdam) die Sinnkrise maskuliner Identitäten bei der Kavallerie in den 1920/-30er Jahren. Panzer und Flugzeuge lösten das Pferd als Symbol der Stärke, die sich auf den Einzelnen übertrug, allmählich ab, so dass die Transformation soldatischer Ideale der Kavallerie auf die motorisierten Einheiten nicht ohne weiteres gelang.

Die Soldatin ist eine Expertin für das Thema Reichswehr

Friederike C. Hartung (Potsdam) forscht zum Thema Reichswehr und brachte ihre Expertise in das vierte Panel ein

Bundeswehr/Nimpsch

Männlichkeit und Gruppendynamik

Im fünften Panel attestierte Edward B. Westermann (San Antonio) den Einsatzgruppen und der SS des Zweiten Weltkrieges eine geradezu pervertierte Überhöhung männlicher Gewaltideale. Männlichkeiten seien in prägendem Maße durch Härte, Brutalität und Gemeinschaftlichkeit definiert worden. Diesen Zusammenhang zwischen männlichen Idealen und Gruppendynamik bezeichnete Westermann als „genozidale Kameradschaft“. Männlichkeit und Gewalt verstärkten sich hierdurch grenzenlos und bildeten einen Grundpfeiler des Genozids. Wie sehr spezifische Männlichkeitsideale sozial basierte und somit auch gruppenindividualisierte Konstrukte sind, zeigte Agustin Cosovschi (Athen) am Beispiel jugoslawischer Partisanen. Viele von ihnen hatten die Zwischenkriegsjahre in Männergefängnissen, Männerstudentenwohnheimen oder Männerlazaretten verbracht. Infolgedessen sei das mehrheitlich revolutionäre Ethos des studentischen Aktivismus der 1920-er Jahre auf Männer und Frauen der jugoslawischen Partisanenverbände übertragen worden. Vor allem Selbstopfer, Courage und Widerstand kontrastierten so die destruktiven Männlichkeiten von Einsatzgruppen und SS, so Cosovschi. Im neutralen Irland wiederum wurden patriarchale Gesellschaftsmuster mit der militärischen Wehrhaftigkeit verknüpft. Zur Gewährleistung einer ständigen Verteidigungsbereitschaft habe das Land physisch starker „Söhne“, die ihren „Vätern würdig“ sein sollten, bedurft, so Timothy Ellis-Dale (Middlesbrough). Organisationen wie die Local Security Force seien so für Männer zu Räumen sozialer Mobilität bei weitgehend identischer Identität geworden, die aber zugleich das gesellschaftliche Modell des strikten Ausschlusses der Frauen vom Kampf manifestierten.

Zum Abschluss werden die vielen Einzelthemen noch einmal zusammengefasst und ein Fazit gezogen

Die Abschlussdiskussion mit Alaric Searle (Potsdam) und Christa Hämmerle (Wien) unter Leitung von Isabel Heinemann (München/Berlin)

Bundeswehr/Janssen

Relativität des Soldatischen

Die Abschlussdiskussion mit Alaric Searle (Potsdam) und Christa Hämmerle (Wien) unter Leitung von Isabel Heinemann (München/Berlin) würdigte die grundlegende Erkenntnis der dreitägigen Tagung, wonach Militärgeschichte zugleich auch immer eine konstruierte Geschlechtergeschichte ist. Die Anforderung an Historikerinnen und Historiker sei es, Männlichkeiten als analytische Kategorie immer aus ihrer Zeit heraus zu verstehen und zu analysieren. Jede Veränderung der Technik, der Kriegführung etc. hätten Einfluss auf militärische Männlichkeitskonzepte. Übersehen werden dürften dabei aber nicht grundsätzliche soldatische Konzeptionen wie Kampfwille oder Tapferkeit, die ein gemeinsames Wertefundament zwischen allen Armeen schaffen würden. Gleichwohl unterliege auch dieses Fundament Veränderungen und stehe in ständiger Wechselbeziehung zu gesellschaftlichen Entwicklungen, welche wiederum die Militärkulturen beeinflussten. Wie wirksam diese Beeinflussungen sind, zeigt am deutlichsten die zivilgesellschaftliche Gleichstellung der Frau mit ihrer Gleichstellung als Soldatin. Seit der Frühen Neuzeit war die Abgrenzung zu „femininen“ Normen eine Konstante des männlichen Soldatenkonstrukts, an dem auch die militärische Mobilisierung von fast einer halben Millionen Frauen im Zweiten Weltkrieg in Deutschland und ebenso vielen in Großbritannien nichts zu ändern vermochte. Die laufende gesamtgesellschaftliche Veränderung zusammen mit der technischen Veränderung des Krieges wird aber auch hier Veränderungen bewirken, wie sie die zweite internationale MKGD-ZMSBw-Konferenz für den Zeitraum der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert anhand vieler Einzelbeispiele aus den Kriegen jener Zeit analysierte.

von Gerrit Reichert

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