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Veranstaltungsbericht

Abschlusstreffen einer NATO-Forschungsgruppe zum Thema Radikalisierung

Abschlusstreffen einer NATO-Forschungsgruppe zum Thema Radikalisierung

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Vom 16. bis 18. Juni 2026 fand das neunte und damit letzte Treffen einer NATO-Forschungsgruppe zum Thema Politische Radikalisierung von Soldatinnen und Soldaten sowie Veteraninnen und Veteranen („Military Service Members and Veteran Domestic Radicalization“) am ZMSBw in Potsdam statt.

Eine Fotografie von Männern und Frauen, die vor der Villa Ingenheim in Potsdam stehen

Die NATO-Forschungsgruppe zum Thema politische Radikalisierung von militärischem Personal traf sich für ihr letztes Projekttreffen am ZMSBw in Potsdam

Bundeswehr/Annette Besser

Das Projekt „Military Service Members and Veteran Domestic Radicalization“ ist Teil der Forschungskooperation im Rahmen der Science and Technology Organization der NATO (NATO-STO) und bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Soldatinnen und Soldaten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Kanada, Norwegen, Slowenien, USA und dem Vereinigten Königreich zusammen. Darunter sind einige renommierte Professorinnen und Professoren vom King’s College London, der University of Maryland und der University of Southern California. Für das ZMSBw nimmt Dr. Markus Steinbrecher an der Forschungsgruppe teil.

Ein Foto von Männern und Frauen, die an einem Tisch in einem Besprechungsraum sitzen und diskutieren

Während des Treffens am ZMSBw diskutierte die Forschungsgruppe ausführlich über den Abschlussbericht des Projekts und mögliche Folgeaktivitäten

Bundeswehr/Annette Besser

Radikalisierungsprozesse in den Streitkräften

Ziel des Projekts ist eine vergleichende Betrachtung und Analyse politischer Radikalisierungsprozesse unter Soldatinnen und Soldaten sowie Veteraninnen und Veteranen in den NATO-Mitgliedsländern. Dabei wird die Häufigkeit von politischem Extremismus und Radikalisierungsprozessen in den Streitkräften und unter Veteraninnen und Veteranen betrachtet. Zudem werden die Risiko- und Schutzfaktoren für Extremismus und Radikalisierung herausgearbeitet und verglichen. Und schließlich wird der Erfolg der jeweiligen nationalen Präventions- und Schutzmaßnahmen analysiert. Dafür werden vor allem Daten aus einer Informationsabfrage unter den NATO-Mitgliedsländern ausgewertet.

Ein Foto von Männern, die miteinander diskutieren und einander zuhören.

Carl Castro von der University of Southern California (USC) ist einer der Leiter der NATO-Forschungsgruppe

Bundeswehr/Annette Besser

Publikationen und Produkte des Projekts

Im Rahmen des Projekts wird ein gemeinsames Buch bei Oxford University Press (OUP) erstellt. Das Buchmanuskript mit dem Arbeitstitel „Radicalization in Military and Veteran Populations: Causes, Consequences and Countermeasures“ soll im Herbst 2026 abgegeben werden. Der Band wird voraussichtlich 2027 erscheinen. Während des Treffens wurde das weitere Vorgehen bis zur Abgabe des Manuskripts geplant.

Zudem wurde der von der NATO geforderte Projektbericht diskutiert und finalisiert. Dieser enthält vor allem eine Auswertung der Antworten auf die Informationsabfrage im NATO-Rahmen zum Thema Radikalisierung und Extremismusbekämpfung. Da das Projekt mit dem Treffen in Potsdam endet, wurden zudem Folgeaktivitäten im NATO-Rahmen besprochen. 

Einen Gastvortrag während des Treffens zum Thema „Politischer Extremismus in Deutschland“ hielt Dr. Sabine Pokorny von der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Das Projekt ergänzt mit seiner international vergleichenden Perspektive auf Radikalisierungsprozesse und -verläufe das ZMSBw-Projekt „Armee in der Demokratie“  in gelungener Weise.

von Dr. Markus Steinbrecher

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