Ausstellung des ZMSBw verdeutlicht Wertschätzung für Afghanistan-Einsatz
- Datum:
- Ort:
- Berlin
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Zum 25. Jahrestag der Anschläge von 9/11 erinnerte eine Ausstellung des ZMSBw im Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) an den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Am 7. September wurde sie von Generalarzt Dr. Jörg Ahrens eröffnet.
Im Berliner Dienstsitz des BMVg eröffnete Generalarzt Dr. Jörg Ahrens die Plakatausstellung des ZMSBw
BMVg/Steve Eibe„Ein Einsatz endet nicht an dem Tag, an dem der letzte Soldat nach Hause kommt“, brachte es Dr. Ahrens mit Blick auf die Ausstellung zum Afghanistaneinsatz auf den Punkt. Für viele der dort eingesetzten Soldatinnen und Soldaten begänne dann eine andere Form der Auseinandersetzung mit dem Erlebten, „nämlich unterschiedliche Formen von Erinnerungen“, so Dr. Ahrens. Der Unterabteilungsleiter der Abteilung SK III im BMVg eröffnete vor zahlreichen Referatsleitern und Referenten im Dienstsitz des Berliner BMVg am 7. September 2026 die Ausstellung „Was bleibt vom Hindukusch? Die Bundeswehr in Afghanistan 2001-2021“. Selbst Afghanistan-Veteran, appellierte der Generalarzt daran, diese vielfältigen Erinnerungen weiterhin zu pflegen: „Für uns war Afghanistan kein Nachrichtenbeitrag“, so Dr. Ahrens, „es war der Ort, an dem wir gearbeitet haben.“
Die interaktive Plakatausstellung besteht aus 20 informativen Einzelmotiven, die mittels QR-Codes den jeweiligen Inhalt zusätzlich vertiefen
BMVg/Steve EibeDie Ausstellung beginnt zunächst mit einer chronologischen Übersicht über das Engagement der NATO in Afghanistan. Sie setzt sich fort mit Motiven zu jeweils einer thematischen Leitfrage – immer mit dem Fokus auf Deutschland und die Bundeswehr. QR-Codes auf den Plakaten führen zu weiteren Hintergrundinformationen, Podcasts oder Filmen. Darüber hinaus setzt sich die Ausstellung mit Sicherheitspolitik, den rechtlichen Grundlagen des Einsatzes, der Zusammenarbeit mit afghanischen Partnern, dem Umgang mit den Gefallenen und Einsatzgeschädigten, der Rolle von Einsatzveteranen in der Gesellschaft sowie der Bedeutung des Einsatzes für die Traditionspflege in der Bundeswehr auseinander. „Uns war es wichtig, diese Ausstellung ins Haus zu holen“, so Oberst i.G. Dr. Thorsten Weber, Referatsleiter des Referats SK III 7 (Innere Führung), „denn die historische Bildung von Soldatinnen und Soldaten ist ein wichtiger Bestandteil der Inneren Führung.“
Der Kommandeur des ZMSBw, Oberst Dr. Frank Hagemann, erinnerte an die bleibende Bedeutung des Afghanistan-Einsatzes für die Bundeswehr
BMVg/Steve EibeDarin sieht auch der Kommandeur des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), Oberst Dr. Frank Hagemann, den Auftrag der Ausstellung, die vom Fachbereich Bildung in Abstimmung mit den Forschungsbereichen und der Abteilung Publikationen des ZMSBw kreiert und fachlich erarbeitet wurde. „Unsere Plakatausstellung über Afghanistan ist wichtig, weil die Erinnerungen an diesen Einsatz zunehmend verblassen. Die dort gemachten Erfahrungen haben die Bundeswehr nachhaltig geprägt. Deshalb ist es notwendig, sich mit diesem Einsatz und seinen Folgen auseinanderzusetzen.“ Aus diesem Grund entwickelte das ZMSBw die Plakatausstellung und verteilte weitere 400 Sätze davon in der gesamten Bundeswehr. Wie beim BMVg, besteht so für jeden Truppenteil und jede Dienststelle ebenfalls die Möglichkeit, direkt vor Ort über diesen prägenden und nachwirkenden Teil der jüngsten Bundeswehrgeschichte zu informieren. Im Berliner Dienstsitz des BMVg war die Ausstellung im Gebäudeteil F zwei Wochen lang bis zum 22. September zu sehen.
von Bettina Berg