Besuch aus Süd-Korea: Personalmanagement im Vergleich
- Datum:
- Ort:
- Potsdam
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Beim Besuch einer südkoreanischen Delegation des staatlichen Forschungsinstituts KIDA im Forschungsbereich Militärsoziologie des ZMSBw wurden Aspekte des Personalmanagements in den Koreanischen Streitkräften und in der Bundeswehr diskutiert. In beiden Forschungseinrichtungen sind Fragen des Human Ressource Managements wichtige Forschungsthemen.
V.l.n.r.: Dr. Gregor Richter, Dr. Heiko Biehl (hinten), Prof. Alaric Searle (vorn), Dr. Moon-eon Park, Dr. Suh-young Han, Myeong-jae Choi, Prof. Martin Elbe, Dr. Timo Graf
Bundeswehr/Annette BesserDie Mitglieder der koreanischen Wissenschaftsdelegation forschen am Center for Human Resources des KIDA (Korea Institute for Defense Analysis) in Seoul. Für den wissenschaftlichen Austausch waren sowohl von der deutschen Seite als auch von der koreanischen Seite Vorträge vorbereitet worden. Nach der Begrüßung durch den Leitenden Wissenschaftler des ZMSBw, Prof. Alaric Searle, und einer kurzen Einführung zum Personalmanagement in der Bundeswehr durch Prof. Martin Elbe folgten zwei Vorträge von deutscher Seite. Dr. Gregor Richter stellte Ergebnisse zum Thema „Limiting Factors to Women’s Interest in Professional Military Service“ vor und Dr. Timo Graf referierte zu den Ergebnissen der Bevölkerungsbefragungen mit Bezug zum Arbeitgeber Bundeswehr. Dr. Moon-eon Park trug als Senior Researcher zu zentralen Aspekten des Laufbahnaufbaus und der Personalrekrutierung der südkoreanischen Streitkräfte vor.
Die südkoreanischen Gäste des Center for Human Resources des KIDA (Korea Institute for Defense Analasis) in Seoul
Bundeswehr/BesserIn der anschließenden Fragerunde wurden Praktiken und Forschungsergebnisse zum Personalmanagement in beiden Streitkräften verglichen und diskutiert. Man war sich einig: Die demographischen Herausforderungen treten in beiden Ländern gleichermaßen auf, so dass Personalrekrutierung und Personalbindung die zentralen Stellschrauben für die personelle Ausstattung verteidigungsbereiter Streitkräfte in Süd-Korea und in Deutschland darstellen. Die Ausgestaltung der jeweiligen Personalmanagementsysteme der beiden Armeen weist aber deutliche Unterschiede auf, die auf regionalspezifische Einflüsse und kulturelle Hintergründe zurückzuführen sind. Die Diskussion wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen fortgesetzt.
von Martin Elbe