Doktorandin Alina Cherri am ZMSBw
- Datum:
- Ort:
- Potsdam
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- 2 MIN
Neue Gastwissenschaftlerin im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte: Doktorandin Alina Cherri von der Universität Genua erforscht, unter welchen Bedingungen der Wandel deutscher und italienischer strategischer Kultur stattfindet. Die Doktorandin führt ihre Feldforschung am ZMSBw von September bis Dezember 2026 durch.
PhD candidate Alina Cherri conducts her fieldwork as a visiting researcher at the ZMSBw until December 2026.
Der Wandel strategischer Kultur ist erneut verstärkt in den Fokus der sicherheitspolitischen Forschung gerückt, insbesondere seit dem Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022. In ganz Europa haben Staaten – darunter auch solche mit einer traditionell neutralen Haltung – Reformprozesse eingeleitet, die nicht nur ihre Außen- und Verteidigungspolitik betreffen, sondern auch die grundlegenden Vorstellungen über die Rolle und den Einsatz militärischer Gewalt in internationalen Beziehungen verändern. Deutschland stellt innerhalb dieser Transformationsprozesse einen besonders bedeutenden Fall dar, der einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung bedarf.
Während ihres Forschungsaufenthalts am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) wird sich Alina Cherri auf die Triangulation verschiedener Datenquellen konzentrieren, darunter Daten aus Meinungsumfragen sowie Interviews mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Strategie und Verteidigung. Dabei wird sie auf die umfangreichen Ressourcen und die wissenschaftliche Expertise des Zentrums zurückgreifen. Der Forschungsaufenthalt am ZMSBw bietet ihr zudem eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Fachleuten sowie Praktikern aus dem Forschungsfeld auszutauschen und durch diesen wissenschaftlichen Dialog die Weiterentwicklung ihres Promotionsvorhabens voranzutreiben.
Alina Cherri ist Doktorandin im Promotionsprogramm „Sicherheit, Risiken und Verwundbarkeiten“ mit dem Schwerpunkt „Sicherheit and Strategische Studien“ an der Universität Genua, Italien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen strategische Kultur, Außenpolitikanalyse und Strategieforschung. Darüber hinaus interessiert sie sich für internationale Beziehungen sowie Außen- und Verteidigungspolitik. An der Universität ist sie zudem als wissenschaftliche Fachexpertin tätig und gehört den Prüfungskommissionen für Politikwissenschaft und Außenpolitikanalyse an.
Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Alma Mater Studiorum – Universität Bologna tätig, wo sie an der Entwicklung eines postgradualen Studienprogramms im Bereich Diplomatie mitwirkte. Sie absolvierte ihren Masterabschluss in Internationalen Beziehungen an der Universität Cagliari, an der sie zuvor auch ihren Bachelorabschluss in Politikwissenschaft und Internationalen Beziehungen erworben hatte.
von Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte