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Call for Papers (bis 31.03.26)

Sexual Violence in Militaries and Wars: Comparative and Long-term Perspectives

Gender

Die dritte internationale MKGD-ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Tagung findet vom 20. bis zum 22. Januar 2027 am ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr statt. Thema ist „Sexual Violence in Militaries and War: Comparative and Long-term Perspectives”. Die Konferenzsprache ist Englisch. Vorträge können über den Call for Papers eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2026

Gemälde Eduard Steinbrücks von 1866 zur Plünderung Magdeburgs

Mit Pathos und Dramatik setzte der Künstler die aus der Stadt fliehenden Frauen und Kinder in Szene. Das Ausmaß sexueller Gewalt im Zuge der Plünderung Magdeburgs wird hier nur angedeutet.

Eduard Steinbrück

sexuelle Gewalt: Integraler Bestandteil der Geschichte

Seit dem Aufkommen von Militär und Krieg ist sexuelle Gewalt, vor allem gegen Frauen, integraler Bestandteil dieser Geschichte. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich sexuelle Gewalt zu einem zunehmend relevanten Themenfeld für Forschende. Im Fokus stand zumeist männliche (militärische) Gewalt gegen weibliche (zivile) Opfer. Die Forschung zeigt jedoch, dass sexuelle Gewalt als ein komplexes Phänomen zu verstehen ist. 

Sexuelle Gewalt wird von unterschiedlichen Geschlechtern, Altersgruppen, sozialen Milieus in jeweils spezifischen, historischen Kontexten ausgeübt. Neben Vergewaltigungen sind sexuelle Folter, Erniedrigung, erzwungene Prostitution, Schwangerschaft oder Abtreibung als Phänomene zu untersuchen. Bemerkenswert ist hier die historische Dimension: während Vergewaltigung heute als Waffe im Krieg gesehen wird, variierten sexuelle Übergriffe von Soldaten gegenüber Zivilisten in vergangenen Konflikten teils enorm.

Um die sich wandelnden Praktiken sexueller Gewalt im Krieg zu verstehen, gilt es, zwischen öffentlichen Diskursen, Darstellungen in Kunst und Kultur, Propaganda, militärischen und staatlichen Regulierungen sowie alltäglichen Erfahrungen zu unterscheiden. Ziel ist es, Konflikte in Europa, Nordeuropa und darüber hinaus von der Frühen Moderne bis zur Gegenwart zu untersuchen. Hierzu werden kontextualisierte Fallstudien sowie diachrone und synchrone Vergleiche gesucht. Besonders die Frühe Moderne und das 19. Jahrhundert sind in der sich entwickelnden Geschichtsschreibung zu konfliktbezogener, sexueller Gewalt relativ wenig erforscht. 

Keynote

BEWERBUNG

Der Call for Papers lädt fortgeschrittene Promovierende, Postdocs sowie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus diesem Forschungsfeld ein, Vorschläge einzureichen. Die Vorträge sollten nicht länger als 20 Minuten dauern. 

Die Konferenzsprache ist Englisch. Leider können wir keine hybride Teilnahme anbieten.

Call for Papers 3. MKGD (20.-22.01.27), Potsdam

Call for Papers 3. MKGD (20.-22.01.27), Potsdam PDF, nicht barrierefrei, 325 KB

Um sich für die Teilnahme an der Konferenz zu bewerben, reichen Sie bitte sowohl ein englisches Abstract (ca. 700 Wörter) wie auch einen kurzen Lebenslauf (bis zu 2 Seiten) ein.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 31. März 2026 an:

magda.wlostowska@leibniz-gwzo.de  

Bei Bedarf können Hotel- und Reisekosten (Economy-Class Flug oder Bahn) auf Antrag für die Referentinnen und Referenten übernommen werden.

Weitere Informationen zum MKGD-Forschungsnetzwerk finden Sie auf der MKGD-Website

GASTGEBER

KOOPERATION

ORGANISATION

von MKGD 

Call for Papers

Für Tagungen, Konferenzen oder Workshops von und mit dem ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

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