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Deutsch-deutsche Militärgeschichte

Gerüstet für den Verteidigungsfall?

Marine

Wie die beiden deutschen Staaten ihre Streitkräfte während des Kalten Krieges aufrüsteten. Eine Monographie von Dr. Dieter H. Kollmer im Rahmen der Deutsch-Deutschen Militärgeschichte 1970 bis 1990. Der Band ist 2025 erschienen.

Die militär- und wirtschaftshistorisch orientierte Studie untersucht die Rüstungsgüterbeschaffung für die Streitkräfte der beiden deutschen Staaten im Zeitraum zwischen 1969 und 1990. Sie geht strukturell vergleichend vor, zielt aber auf eine integrierte Analyse der deutsch-deutschen Rüstungsgeschichte. Als „Figur des Dritten“ wird immer wieder die Effektivität und der Effizienz der jeweiligen Vorgehensweisen verglichen und beurteilt.

Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Interaktionen zwischen den drei maßgeblichen Beteiligten an diesem Prozess: Staat, Wirtschaft und Militär. Sie werden vor dem Hintergrund des Ost-Konfliktes und der sich daraus ergebenden Systemzwänge methodisch einander gegenübergestellt.
Als Beispiel dient, pars pro toto, die für die Volksmarine und die Bundesmarine in den 1970er Jahren erfolgte rein nationale Entwicklung und Beschaffung eines Schnellboottyps.

Im ersten Teil der Studie werden die politischen, volkswirtschaftlichen, rechtlichen, strukturellen, militärstrategischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen vermessen und gegeneinander abgewogen. Damit soll aufgezeigt werden, welchen Einfluss das Umfeld auf die Beschaffung von militärischem Material für die eigenen Streitkräfte in den beiden deutschen Staaten in der zweiten Hälfte des Kalten Krieges hatte.

S69 Habicht in deutschen Gewässern.

Schnelboote der Klasse 143 der Bundesmarine 1985 in der Kieler Förde

Gemeinfrei wikcommons: Jeff Hilton, US Navy, 1985
Kleines Torpedoschnellboot (Typ Libelle) der DDR Volksmarine Nr. 952 (2. KTS Boot der 5. Gruppe). Projekt 131.423.

Kleines Torpedoschnellboot (Typ Libelle) der DDRDeutsche Demokratische Republik-Volksmarine

Wikicommons: Werner Willmann, 2006

Der zweite Teil wird dann konkret aufzeigen, warum und auf welche Weise Schnellboote in der zweiten Hälfte des Kalten Krieges in der DDRDeutsche Demokratische Republik und der Bundesrepublik entwickelt, beschafft, produziert und eingesetzt wurden.

Dabei werden die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Rüstungsabteilungen in den beiden deutschen Verteidigungsministerien immer dort wo es sinnvoll erscheint miteinander verglichen.

Mit dieser Studie werden erstmals die unterschiedlichen Praktiken der inländischen Rüstungsgüterbeschaffung umfassend auf ihre Effektivität und Effizienz hin untersucht und abschließend bewertet.

Dieter H. Kollmer, Neue Schnellboote braucht die Marine! Rüstungsgüterbeschaffung in den beiden deutschen Staaten während der zweiten Hälfte des Kalten Krieges, Berlin: Ch. Links Verlag 2024 (= Deutsch-deutsche Militärgeschichte, 6), 328 Seiten, 40,00 Euro, ISBN: 978-3-96289-205-0

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