Japanische Delegation zu Gast im ZMSBw
- Datum:
- Ort:
- Potsdam
- Lesedauer:
- 1 MIN
Am Dienstag, den 30. April 2024, besuchte eine japanische Delegation das ZMSBw. Oberstleutnant Hirotaka Katsura von der National Defense Academy der japanischen Selbstverteidigungskräfte und Oberst Naotomo Yamazoe, Militärattaché der japanischen Botschaft in Berlin, waren Gäste eines Vortrages mit anschließender Diskussion.
V.l.n.r.: Ittō rikusa (Oberst) Naotomo Yamazoe, Prof. Dr. Dr. Alaric Searle, Prof. Dr. Martin Elbe und Nitō rikusa (Oberstleutnant) Hirotaka Katsura in der Villa Ingenheim.
Bundeswehr/Andrea Nimpsch
Nach dem Empfang durch den Leitenden Wissenschaftler des ZMSBw, Prof. Dr. Alaric Searle, und der Besichtigung der Villa Ingenheim hielt Oberstleutnant Katsura im militärsoziologischen Forschungskolloquium einen Vortrag zum Thema „Internalization Process of Mission Command in USMC – Ethos, Motivation and Capability of NCO“. Das militärsoziologische Forschungskolloquium besteht seit 2018, um mit internen und externen Vorträge die Militärsoziologie zu fördern und zu diskutieren. Dabei stellte Oberstleutnant Katsura seine Thesen zur Verinnerlichung des Konzepts Mission Command in den amerikanischen Streitkräften und insbesondere im Marine Corps vor. Er ging auch der Frage nach, inwiefern dies für die japanischen Selbstverteidigungskräfte ein Vorbild sein könnte. Die anschließende Diskussion mit den anwesenden Militärsoziologen sowie -historikern stellte einerseits einen ursächlichen Zusammenhang zwischen einer sehr harten ersten Ausbildungsphase (boot camp) und dem Ausbilden einer Befähigung zu selbständigem Handeln im Rahmen der Mission Command in Frage. Zudem diskutierten sie in diesem Zusammenhang die Auftragstaktik unter den Bedingungen der Inneren Führung als militärisches Handlungskonzept.
Wir danken Oberstleutnant Katsura für den anregenden Vortrag und die Bereitschaft zur engagierten Diskussion sowie Oberst Yamazoe für seinen Besuch am ZMSBw.
von Martin Elbe