Stark nachgefragt – die musealen Sammlungen und Ausstellungen der Bundeswehr
- Datum:
- Ort:
- Deutschland
- Lesedauer:
- 1 MIN
Die 120 musealen Sammlungen in Bataillonen, Geschwadern, Ämtern und Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr zogen im Jahr 2025 wieder ein großes Publikum an: rund 422.500 Besucherinnen und Besucher – darunter 53.000 Angehörige der Bundeswehr.
Ein Blick in die Regionale Ausstellung des Aufklärungsbataillons 8 im bayerischen Freyung: Flagge der UN-Mission, mitgebracht aus dem Mali-Einsatz – heute ein Ausstellungsstück mit Geschichte
Bundeswehr/Christopher OestereichDas ZMSBw hat – wie jedes Jahr – das Sammlungswesen der Bundeswehr evaluiert. Ein Ergebnis: Der langjährige Trend der steigenden Besucherzahlen in den Ausstellungen der Militärgeschichtlichen Sammlungen, Lehrsammlungen und den Regionalen Ausstellungen setzte sich auch im letzten Jahr fort. Das Sammlungswesen ist damit der vielleicht bedeutendste Ort der historischen Bildung in der Bundeswehr, verteilt über das ganze Bundesgebiet (siehe die Sammlungslandkarte des ZMSBw).
Protokolldienst und Repräsentation am Beispiel der militärischen Ehreneskorte bei den Feldjägern in Hilden
Bundeswehr / Daniel SchillingVon der Uniform des ersten Luftwaffen-Inspekteurs bis zur UN-Flagge aus dem Mali-Einsatz, historische Waffen, Ausrüstungsgegenstände, Fotografien, Dokumente bis hin zu Kunst und militärischer Alltagskultur: originale Objekte aus der Geschichte der Bundeswehr, und teils auch aus der Zeit davor, mit ihren Geschichten, gesammelt und erzählt von Zeitzeuginnen und -zeugen selbst – das findet sich nur in diesen Einrichtungen! Einen kleinen Einblick in den Variantenreichtum und die Originalität der Exponate bietet die Reihe „Ausgestellt“ des ZMSBw.
Geschichte und Auftrag der Garde – beleuchtet aus der Sicht des heutigen Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung in Berlin
Bundeswehr / Daniel SchillingDie Bundeswehr ist nicht Kultureinrichtung oder Museumsverein. Ihre Sammlungen mit den insgesamt mehr als 275.000 historischen Objekten von teils hohem materiellen und ideellen Wert erfüllen einen scharf umrissenen Auftrag: Sie unterstützen die historische Bildung der Bundeswehr. Darüber hinaus dienen sie teils dem Ausbildungsauftrag der sie tragenden Dienststelle (etwa Truppen- oder Unteroffizier-/Offizierschulen), teils auch der Vermittlung von Themen in die allgemeine Öffentlichkeit. Nicht zuletzt erfüllen die Sammlungen auch eine wichtige Funktion für die Traditionspflege gerade in der Truppe. Angelehnt an historische Überlieferung und angereichert durch eigene oder weitergetragene Erfahrungen werden Sinn und Herkunft der Werte, die die Grundlage der Arbeit und des Auftrags bilden, verständlich vermittelt und lebendig gehalten.
von Christopher Oestereich