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Quartalsvortrag

Mal wieder tot? Die Obsoleszenz des Panzers

Potsdam, ZMSBw
bis

Ralf Raths, Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster, hält im ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr am 19. März 2026 den ersten Quartalsvortrag des Jahres mit dem Titel: „Mal wieder tot? Die Obsoleszenz des Panzers von der Westfront bis in die Ukraine“.

Mann blickt in Kamera, schwarz weiß

Ralf Raths ist Historiker und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster

Deutsches Panzermuseum

 

Die Innovationsgeschichte des neuzeitlichen Militärs ist geprägt von Prozessen, die für interessierte Laien oft den Eindruck erwecken, dass Armeen bei Waffen und Waffensystemen geradezu neuerungsfeindlich aufgestellt seien. Aber erstens ist das bei genauerem Hinsehen im Regelfall zumindest nicht die ganze Wahrheit und zweitens bleiben die meisten Waffen nach ihrer Einführung dann ohne größere Debatten in Gebrauch – mindestens, bis sie durch etwas noch Wirksameres abgelöst werden. Die Geschichte des Maschinengewehrs ist das klassische Beispiel dieses Prozesses.

Das endgültige Ende?

Der Panzer hingegen war nicht nur vor seinem ersten Einsatz ein Zankapfel, er wurde es auch danach immer wieder. Durch das lange Jahrhundert seiner Existenz wurde er mit verblüffender Regelmäßigkeit immer wieder totgesagt. Alle ein bis zwei Dekaden schien für manchen das „Ende des Panzers“ gekommen und auch wenn alle bisherigen Prognosen nicht eintraten, ist mit der Massenpräsenz der Drohnen in der Ukraine die nächste Runde dieser Debatte eingeläutet. Und auch die Tatsache, dass nach vier Jahren Krieg immer noch Panzer über die Gefechtsfelder dort rollen, scheint dabei als Gegenargument nicht zu gelten.

Der Vortrag skizziert die verschiedenen Kapitel der Totsagung des Panzers in den letzten 130 Jahren und nähert sich dabei der Frage an, ob diese dauerhafte Infragestellung einmalig ist und falls ja, wo die Gründe dafür liegen könnten. Informiert durch diesen historischen Abriss wird dann ein Blick in die Ukraine geworfen und der Frage nachgegangen, ob auf den Schlachtfeldern dort nun das endgültige „Ende des Panzers“ begründbar zu erwarten ist.

Zerstörer Russicher Panzer, Zwischen abgesprengt Turm und Wanne pflanzt ein Mensch Sonnenblumen.

Die abgesprengten Türme russischer Panzer wurden zu einem Symbol des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Von oben erinnern sie an Totenköpfe.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Efrem Lukatsky

Podiumsdiskussion

Nach dem Vortrag diskutiert Ralf Raths mit dem ausgewiesenen Panzerexperten Dr. habil.habilitatus Markus Pöhlmann aus dem ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Markus Pöhlmann leitet den Forschungsbereich Einsatz und ist Experte zum 1. Weltkrieg sowie der militärischen Geheimdienste im frühen 20. Jahrhundert. Dazu ist Autor des Werkes „Der Panzer und die Mechanisierung des Krieges. Eine deutsche Geschichte 1890 bis 1945.“ Die Diskussion wird von Prof. Dr. Searle moderiert, dem leitenden Wissenschaftler des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

Programm

UhrzeitAblauf
18:00

Begrüßung

Oberst Dr. Frank Hagemann, 

Kommandeur des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr o.V.i.A.

18:10

Vorstellung des Referenten 

Prof. Dr. Searle

Leitender Wissenschaftler des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

18:15 - 19:00

Vortrag: 

„Mal wieder tot? Die Obsoleszenz des Panzers von der Westfront bis in die Ukraine”

Ralf Raths

Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster

19:00 - 19:30

Podiumsdiskussion

Dr. habil.habilitatus Markus Pöhlmann

Ralf Raths
 

Moderation: Prof. Dr. Searle
 

AnschließendStehempfang

Anmeldung

Um Anmeldung wird bis zum 12.03.2026 gebeten:

ZMSBwS3EinladungsMgmt@bundeswehr.org

 

Für Medienvertretende:

Oberstleutnant Michael Gutzeit

Telefon: 0331 9714 400

ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden Fotoaufnahmen gemacht. Diese können für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation sowie in Online- und Printmedien veröffentlicht werden. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der möglichen Veröffentlichung einverstanden.

Veranstaltungsort

Villa Ingenheim, traditionsreiches Gebäude im Westen von Potsdam

Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

Zeppelinstraße 127/128
14471 Potsdam

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