Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Zeppelinstraße 127/128
14471 Potsdam
Im dritten Workshop des Projekts „Deutsches Militär im kolonialen Einsatz 1880–1918. Ein Kontinuum der Gewalt“ richtet sich der Blick auf mittel- und langfristige Nachwirkungen kolonialer militärischer Gewalt, während die ersten beiden Workshops die theoretischen Grundlagen und konkreten Praktiken kolonialer militärischer Gewalt untersucht haben.
Das Genozid-Denkmal in Namibias Hauptstadt Windhoek erinnert an den von deutschen Soldaten verübten Völkermord an den Herero und Nama zwischen 1904 und 1908.
imago / imagebroker / G. Thielmann (nachtr. bearb.)Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Transformation und Deutung kolonialer militärischer Gewalt. Dabei soll die im Projekt entwickelte Kontinuums-These kritisch ausgeleuchtet werden: Wie wurden koloniale militärische Einsätze im 20. und 21. Jahrhundert erinnert, legitimiert, marginalisiert oder neu gerahmt? Welche Traditionslinien entstanden, und wo wurden bewusste Abgrenzungen vollzogen? Der Workshop untersucht daher nicht militärische Gewaltpraxis nach 1918 als solche, sondern die Veränderung ihrer Wahrnehmung, ihre institutionelle Einbettung sowie ihre erinnerungskulturelle Verarbeitung bis in die Gegenwart. Die Perspektive bleibt dabei militärhistorisch geführt und öffnet sich postkolonialen Ansätzen analytisch, nicht normativ.
Im Zentrum steht die kritische Prüfung der im Projekt entwickelten These eines „Kontinuums militärischer Gewalt“. Ist dieses Kontinuum über 1918 hinaus analytisch tragfähig, oder stößt das Konzept bei genauerer Untersuchung an seine Grenzen? Das Kontinuum wird dabei ausdrücklich als heuristisches Prüfmodell verstanden. Ziel ist nicht die Konstruktion linearer Fortsetzungen, sondern die Analyse möglicher Anschlussstellen ebenso wie klarer Brüche.
Der dritte Workshop versteht sich damit als argumentative Verdichtungsphase des Gesamtprojekts und als Grundlage für die abschließende konzeptionelle Zuspitzung eines geplanten Sammelbandes.
Wednesday, October 7, 2026 | |
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| 13:00–14:00 | Welcome: Commander ZMSBw / Research Director Introduction: Christian Stachelbeck (Potsdam) Keynote: Bulami Edward Fonyuy (Bamenda): From Loss to Reclaim: The Orature that Opens and Soothes our Wounds. The Case of the German Punitive Expedition to the Nso Fondom (1902) and Nso Story-telling |
| 14:00–14:30 | Coffee Break |
| 14:30–16:00 | Panel I: Continuities and Ruptures: On the Transformation of Colonial Military Violence Moderation: Tanja Bührer (Salzburg)
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| 16:00–16:30 | Coffee Break |
| 16:30–18:00 | Panel II: Museum Representations of Colonial Military Violence: Historicization and Interpretation Moderation: Matthias Häussler (Bochum)
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Thursday, October 8, 2026 | |
| 09:00–10:30 | Panel III: The Aftermath of Colonial Military Violence after 1918: Sites of Memory and Cultures of Commemoration Moderation: Thomas Fues (Berlin)
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| 10:30–11:00 | Coffee Break |
| 11:00–12:30 | Panel IV: Local Memories and Competing Interpretations of Colonial Military Violence Moderation: Ulrike Jureit (Hamburg)
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13:30 – 14:30
| Final discussion |
Martin Schulz, Pierre Köckert und Christian Stachelbeck
Um Anmeldung wird bis zum 30.09.2026 gebeten per MAil, an Martin Schulz
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit des ZMSBw
Telefon: 0331 9714 400
ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org
Im Rahmen der Veranstaltung werden Fotoaufnahmen gemacht. Diese können für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation sowie in Online- und Printmedien veröffentlicht werden. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der möglichen Veröffentlichung einverstanden.
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