Zugehört! Der Podcast des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

Das Massaker von Oradour 1944

Das Massaker von Oradour 1944

  • Zweiter Weltkrieg
  • Kriegsverbrechen
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Das Massaker von Oradour-sur-Glane am 10. Juni 1944 gilt als das größte deutsche Kriegsverbrechen auf dem westlichen Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg. Angehörige der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ ermordeten in diesem Dorf im französischen Limousin 642 Menschen – über zwei Drittel davon waren Frauen und Kinder. Der Ort wurde faktisch ausgelöscht. Heute sind dort nur noch Ruinen zu sehen. Der Ort wurde in unmittelbarer Nähe neu aufgebaut.

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Leere Straßen im 1944 zerstörten Oradour-sur-Glane im Limousin (Frankreich)

imago/All Canada Photos

Das Massaker reiht sich ein in eine Folge von Kriegsverbrechen der Waffen-SS, die Rahmen der Partisanenbekämpfung in Frankreich zur Zeit der Landung der Alliierten in der Normandie begangen worden sind.

In Folge 38 von „ZUGEHÖRT!“ spricht Oberstleutnant Chris Helmecke mit Dr. Peter Lieb über dieses Massaker.

Sie sprechen über die Entgrenzung des Krieges, ordnen das Ereignis in die Gewaltgeschichte des Zweiten Weltkrieges ein und erörtern die unterschiedliche Kriegführung von Wehrmacht und Waffen-SS sowie die dabei begangenen Kriegsverbrechen.

Folge 38 von "ZUGEHÖRT! Der Podcast des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr" widmet sich dem Massaker von Oradour-sur-Glane am 10. Juni 1944

Weitere Informationen

Die ausschließlich französischsprachige Website des Gedenkortes finden Sie hier http://www.oradour.org/

Die „Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung“, Heft 1/2022 enthält einen Beitrag von Peter Lieb zum Massaker von Oradour-sur-Glane.

Literaturhinweise

Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NSNationalsozialismus-Weltanschauungskrieg? Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2007,

Max Hastings, Das Reich. The March of the 2nd SS Panzer Division Through France, June 1944, London 1981 (verschiedene Nachdrucke)

Ahlrich Meyer: Oradour 1944. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Orte des Grauens – Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Primus, Darmstadt 2003, S. 176–185.

Claudia Moisel: Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher. Politik und Praxis der Strafverfolgung nach dem Zweiten Weltkrieg (= Dissertation, Universität Bochum 2002). Edition Wallstein, Göttingen 2004