Bildung auf internationaler Ebene

Institut für Auslandsbeziehungen zu Gast

Institut für Auslandsbeziehungen zu Gast

  • Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
  • Besuche
Datum:
Lesedauer:
2 MIN

Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ist eine der führenden Mittlerorganisationen Deutschlands. Auf Einladung des Auswärtigen Amtes organisiert das Stuttgarter Institut Themenreisen nach Deutschland für Gäste aus der ganzen Welt. Das ifa stellt auf seinen Reisen die Aufklärungsarbeit und Geschichtsaufarbeitung im Bildungsbereich in den Fokus. Das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr beteiligte sich an der einwöchigen Reise mit einer Vortragsreihe zur Rolle der Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg. 

Die ifa-Besuchergruppe vor der Villa Ingenheim des ZMSBw

Die ifa-Besuchergruppe vor der Villa Ingenheim des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

ZMSBw 2022

Im Zuge der ifa-Bildungsreise kommen Multiplikatoren aus der ganzen Welt nach Deutschland. Insgesamt 12 Personen bilden dieses Jahr eine Reisegruppe aus unterschiedlichen Berufsgruppen wie Fachjournalisten, Historikern oder Bildungsexperten. Die Teilnehmenden sind von den deutschen Botschaften vor Ort ausgewählt worden. Eingeladen sind Gäste aus Europa, Nord- und Südamerika, aber auch aus dem Nahen Osten, Afrika oder Asien. Rahmenthema der diesjährigen Reise ist „Deutschlands Umgang mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts“. Ein wichtiger Bestandteil dessen ist die deutsche Militärgeschichte nach 1945 und die Rolle der Bundeswehr, dabei werden aktuelle Ereignisse mit einbezogen, wie der Krieg in der Ukraine. Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr) bot der Reisegruppe dazu insgesamt drei Vorträge unter dem Thema „Deutsche Militärgeschichte nach 1945 und die Rolle der Bundeswehr“ an.

Eine Armee im Bündnis

Nach einer kurzen Vorstellung des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hielt Oberstleutnant Dr. Heiner Möllers einen Vortrag mit dem Thema „Bundeswehr und NATO im Kalten Krieg“. Dabei stellte er heraus welchen Herausforderungen die Bundesrepublik Deutschland und die Bundeswehr im Zuge der Blockkonfrontation zwischen NATO und Warschauer Pakt gegenüberstanden. Oberstleutnant Dr. Möllers ist Militärhistoriker im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 und forscht vor allem zu Fragen der Landes- und Bündnisverteidigung im Kalten Krieg.

Oberstleutnant Dr. Heiner Möllers erklärte Herausforderungen an die Landes- und Bündnisverteidigung im Kalten Krieg

Oberstleutnant Dr. Heiner Möllers erklärte Herausforderungen an die Landes- und Bündnisverteidigung im Kalten Krieg

ZMSBw 2022

Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr

Darauf trug Dr. Philipp Münch zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr vor. Unter dem Thema „Lehren aus dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan für die sicherheitspolitische „Zeitenwende“ Deutschlands“ stellte er heraus, wie sich der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr während der Jahre veränderte. Dr. Philipp Münch leitet seit 2019 den Projektbereich Deutsche Sicherheitspolitik und Bundeswehr am ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Er verfasst derzeit den ersten Band des Afghanistan-Projekts des Hauses zu strategischen Entscheidungen des internationalen militärischen Engagement im Land. Thematisch beschäftigt er sich neben dem Krieg in Afghanistan mit deutscher Sicherheitspolitik, insbesondere Rüstungspolitik, nach 1990 sowie während des Kalten Krieges.

Dr. Philipp Münch trägt zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr vor

Dr. Philipp Münch trägt zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr vor

ZMSBw 2022

Kriege denken und Kriege führen

Im Anschluss referierte Oberst Dr. Martin Hofbauer mit dem Vortrag Kriegsbilder und Zeitenwende zu unterschiedlichen Vorstellungen militärischer Konfrontationen im 20. und 21. Jahrhundert. Das Thema umfasst Kriegs- und Konflikttheorien sowie unterschiedliche Formen des Krieges im Wandel der Zeit. Oberst Dr. Hofbauer ist Leiter des Forschungsbereichs Sicherheitspolitik und Streitkräfte, sowie seit 2021 kommissarischer Leiter des Forschungsbereichs Militärgeschichte nach 1945 am ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Er forscht zu querschnittlichen Themen der Militärgeschichte - vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Oberst Dr. Martin Hofbauer bei seinem Vortrag zu Kriegsbildern und Kriegsformen im Wandel

Oberst Dr. Martin Hofbauer bei seinem Vortrag zu Kriegsbildern und Kriegsformen im Wandel

ZMSBw 2022

Zuletzt verabschiedete Oberst Dr. Sven Lange die Reisegruppe. Als Kommandeur des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr legt Oberst Dr. Sven Lange in Abstimmung mit dem Leitenden Wissenschaftler die Richtlinien für die militärhistorische und sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung fest und bestimmt Schwerpunkte im Bereich der historischen Bildung.

Oberst Dr. Lange bei der Verabschiedung der Gäste

Oberst Dr. Lange bei der Verabschiedung der Gäste

ZMSBw 2022