Waffen-SSSchutzstaffel im Krieg

Waffen-SSSchutzstaffel im Krieg

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Hitlers Prätorianergarde im Fronteinsatz

Eine Dissertation zum militärischen Wert und zur Kriegführung der SSSchutzstaffel-Panzer-Divisionen 1939–1945 von Chris Helmecke M.A.Master of Arts

Die Waffen-SSSchutzstaffel galt im und nach dem Zweiten Weltkrieg als überdurchschnittlich gut ausgerüstet. Sie habe aber militärisch unqualifizierte Führer besessen, ideologisiert mit einem fanatischen Kampfgeist bis zum Letzten gekämpft und überproportional hoher Verluste in Kauf genommen. Gleichzeitig gilt sie bis heute als brutal und grausam.

Helmecke

Die SSSchutzstaffel-Panzer-Grenadier-Division „Das Reich“ eroberte im März 1943 Charkow in der Ukraine.

Bundesarchiv/Friedrich Zschäkel

Über das Wesen der Waffen-SSSchutzstaffel als Kampftruppe gibt es noch immer mehr Mythen als gesicherte Erkenntnisse. Viele Fragen sind bislang nicht hinreichend beantwortet: Wie kämpfte sie an der Front? Welchen Kampfwert besaß sie? War sie wirklich eine „Elitetruppe“? Und schließlich: Welche Rolle spielten Verbrechen in ihrer Kriegführung?

Das Dissertationsprojekt „Waffen-SSSchutzstaffel im Fronteinsatz“ befasst sich mit der Kriegführung der Waffen-SSSchutzstaffel von 1939 bis 1945 in Form einer analytischen Operationsgeschichte. Sie baut auf auf einem theoretischen Konzept der militärischen Leistung auf und berücksichtigt sozial- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte. Im Einzelnen soll die taktische Kampfweise der SSSchutzstaffel-Panzer-Divisionen im Fronteinsatz untersucht werden – und damit verbunden ihr Kampfwert sowie die Bedeutung von Verbrechen in ihrer Kriegführung. Welche Idee vom Krieg hatte die Waffen-SSSchutzstaffel und wie führte sie diesen? Wie effizient war sie auf dem Gefechtsfeld? Besaß sie eine spezifische Gewaltkultur? Zusammengefasst: Wie kämpfte die Waffen-SSSchutzstaffel an der Front?

Die Arbeit gliedert sich in drei Teile: Zunächst wird ein theoretisches Analyseraster für die Untersuchung des militärischen Wertes und der Bewertung von Leistungen auf dem Gefechtsfeld entwickelt. Danach erfolgt ein längsschnittartiger Überblick über die Waffen-SSSchutzstaffel als quasi-militärischer Formation im Zweiten Weltkrieg. Der dritte Teil befasst sich schließlich chronologisch mit Kämpfen der Waffen-SSSchutzstaffel an der Front.

Diese operations- und mentalitätsgeschichtliche Untersuchung der Fronteinsätze der Waffen-SSSchutzstaffel ermöglicht es im Gesamten, ein Urteil über die Art und Weise ihrer Kriegführung zu fällen, den Zusammenhang von Kampf und Verbrechen einzuordnen sowie schließlich das spezifische Wesen der Waffen-SSSchutzstaffel hinreichend abzubilden.

Diese Dissertation wird betreut Prof. Dr. Sönke Neitzel, Inhaber des Lehrstuhls für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam, und Prof. Dr. Alaric Searle, Professor of Modern European History an der University of Salford, Manchester .