Das Militärhistorische Museum Flugplatz Berlin-Gatow soll in den kommenden Jahren saniert und modernisiert werden. Dazu gehört auch die inhaltliche Neukonzeption, in deren Zentrum die Erklärung von Luftstreitkräften als Instrument der Politik in den verschiedenen Epochen steht. Das Museum baut dafür ein wissenschaftliches Netzwerk auf und veranstaltet in diesem Zusammenhang die Tagung „Warum Luftstreitkräfte?“.

Das Militärhistorische Museum Flugplatz Berlin-Gatow verfolgt bei seiner inhaltlichen Neukonzeption einen prozessorientierten Ansatz, der sich auf das Zusammenwirken von politischen Rahmenbedingungen, Operations-/ Einsatzgeschichte(n) und die Entwicklung sowie das Vorhandensein militärischer Mittel resp. Potentiale in historischer Perspektive konzentriert und dabei den Menschen in seinen verschiedenen Rollen und in seinem Bezug zum jeweiligen politischen System (Referenz- und Handlungsrahmen) in den Mittelpunkt stellt. Im Zentrum steht die mit militärhistorischem und politikwissenschaftlichem Input erfolgende Erklärung der Luftstreitkräfte als Instrument der Politik in den verschiedenen Epochen anhand von ausgewählten Objekten. Um diese Ziele erreichen zu können, möchte das Museum im Zusammenwirken mit Kolleginnen und Kollegen der entsprechenden Fachrichtungen ein wissenschaftliches Netzwerk zur Generierung vertieften Wissens zu einzelnen Themen der luftstreitkräfteorientierten Sicherheitspolitik, der militärischen Luftfahrt und des Luftkrieges aufbauen. Den Auftakt für den angestrebten fachlichen Austausch macht die internationale Fachtagung „Warum Luftstreitkräfte? – Aufbau, Einsatz und Bedeutung eines politischen Instruments vom 19. Jahrhundert bis heute“.

Programm (PDF, 2,8 MB)

Kontakt und Anmeldung: Dr. Doris Müller-Toovey, E-Mail: MHMGatowNeukonzeption@bundeswehr.org

Im Rahmen der Veranstaltung findet auch ein öffentlicher Abendvortrag „Der Luftkrieg in der Ukraine“ statt. Alle Informationen hierzu finden Sie auf der Website des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.