Verteidigungsministerium 1955-1990

Kooperation und Konflikt: Vortrag zur Geschichte des BMVgBundesministerium der Verteidigung

Kooperation und Konflikt: Vortrag zur Geschichte des BMVgBundesministerium der Verteidigung

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
1 MIN

Dr. Christoph Nübel beteiligte sich mit einem Vortrag zur Geschichte des BMVgBundesministerium der Verteidigung an der Reihe „Kolloquium zur Zeitgeschichte“ der Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung in Berlin. Die Vortragsreihe eröffnet jungen Forschenden die Möglichkeit ihre Projekte zur Zeitgeschichte öffentlich vorzustellen. Das Kolloquium ist eine Kooperation der Stiftung mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.

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Auf dem Podium (v.l.n.r.): Dr. Wolfgang Schmidt von der BWBS, Dr. Christoph Nübel aus dem ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Prof. Dr. Hermann Wentker aus dem IfZ

BWBS

In seinem Vortrag „Die unmögliche Organisation. Konflikt und Kooperation im Bundesministerium der Verteidigung 1955–1990“ thematisierte Christoph Nübel den Aufbau des westdeutschen Ministeriums. Er stellte heraus, dass der Aufbau des BMVgBundesministerium der Verteidigung und seines Vorläufers, der Dienststelle Blank, von Beginn an von Auseinandersetzungen geprägt war. Die Geschichte des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVgBundesministerium der Verteidigung) ist Thema eines Forschungsprojektes des Zeithistorikers. Nübel forscht am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr u.a. zur deutschen Militärgeschichte des Ost-West-Konflikts.

Primat der Politik: ein Konlikt?

In seinen Ausführungen konzentrierte sich Nübel auf den berühmten „Blankeneser Erlass“, der von Verteidigungsminister Helmut Schmidt 1970 unterzeichnet wurde. Hieran lässt sich exemplarisch zeigen, dass sich am Primat der Politik, der nach den Erfahrungen im Nationalsozialismus innerhalb des Ministeriums durchgesetzt werden sollte, zahlreiche Konflikte entzündeten. Ebenso gab es Uneinigkeit hinsichtlich der Frage, ob das BMVgBundesministerium der Verteidigung nach ministeriellen oder militärischen Prinzipien zu organisieren und zu leiten war. Dies führte zu Konflikten, aber auch Kooperationen zwischen Abteilungen und Referaten sowie militärischen und zivilen Mitarbeitern. Ein solcher Blick auf die unmögliche Organisation des BMVgBundesministerium der Verteidigung erlaubt Rückschlüsse auf das Demokratieverständnis und die Staatskonzepte der alten Bundesrepublik. Anschließend diskutierte Christoph Nübel mit Hermann Wentker, dem Leiter der Abteilung Berlin des Instituts für Zeitgeschichte und Wolfgang Schmidt aus der Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung.

Vortrag, Diskussion und Fragen

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Weitere Informationen

Wissenschaftlicher Oberrat Dr. Christoph Nübel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Er forscht u.a. zur deutschen Militärgeschichte des Ost-West-Konflikts sowie des Ersten Weltkrieges. Zugleich ist er Redakteur der Militärgeschichtlichen Zeitschrift (MGZ).

Vita

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung ist die überparteiliche Institution in Deutschland, die an den herausragenden Staatsmann und Friedensnobelpreisträger erinnert.

https://willy-brandt.de/

In dieser Vortragsreihe bieten wir Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern eine Plattform, um ihre aktuellen Forschungsprojekte aus dem Bereich Zeitgeschichte vorzustellen. Das Kolloquium zur Zeitgeschichte findet in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin statt.

https://www.youtube.com/playlist?list=PLArlFKrCW-zzYC8dd1V5qv6secRud6JZH

Das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die die gesamte deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart in ihren europäischen und globalen Bezügen erforscht. Gegründet wurde das IfZ 1949, um als erstes Institut überhaupt die nationalsozialistische Diktatur wissenschaftlich zu erschließen.
 

Das Arbeitsspektrum hat sich seither bedeutend erweitert und gliedert sich heute in vier Schwerpunkte:

  • Diktaturen im 20. Jahrhundert
  • Demokratien und ihr historisches Selbstverständnis
  • Transformationen in der neuesten Zeitgeschichte
  • Internationale und transnationale Beziehungen

Zum Institut für Zeitgeschichte zählen die Forschungsabteilungen in München und Berlin, die Aktenedition im Auswärtigen Amt und die Dokumentation Obersalzberg.

https://www.ifz-muenchen.de/das-institut/ueber-das-institut/unser-profil

Die Abteilung Berlin des IfZ liegt im Süden Berlins im Bezirk Steglitz - Lichterfelde und wird von Prof. Dr. Hermann Wentker geleitet.

https://www.ifz-muenchen.de/berlin/anfahrt

Projekt und Publikation

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